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PostHeaderIcon Übungswaggon Gefährliche Stoffe

Am Donnerstag, 5.7.2012, wurde ein Kesselwaggon für Übungszwecke von der ÖBB am Bahnhof Summerau zur Verfügung gestellt. Der Übungswaggon bietet die Möglichkeit an verschiedenen Stellen des Kessels, verschiedene Arten von Lecks mit Wasser als Übungsmittel zu simulieren. 15 Kameraden der FF Summerau und ein Sicherheitsbeauftragter der ÖBB rücken um 19 Uhr zur Übung aus.

 

 

Unmittelbar nach Eintreffen wurde sofort der Übungsbereich abgesperrt, um die Einsatzkräfte von einfahrenden Zügen abzusichern, sowie die Hochspannungsleitung geerdert. Auch bereits in der Erstphase wurden die umliegenden Kanalabflüsse abgedichtet. In der Zwischenzeit bereiteten sich 3 Mann mit Öl-Schützanzügen vor, um die Lecks am Waggon abzudichten. Es stehen dabei verschiedene Methoden zur Auswahl, es gilt stets die geeigneste zu finden. Bei runden Lecks reicht es meist ein Propfen aus Holz oder Kunststoff zum Abdichten, bei elliptischen oder länglichen Lecks stets ein "Leckabdichtkissen" zur Verfügung. Dem Leckabdichtkissen wird eine Gummimatte beigelegt um maximale Anpressung rund um das Leck zu gewährleisten. Das Lecabdichtkissen wird mit Spanngurten in Position gebracht und mit Druckluft aufgeblasen, dadurch entsteht ein Anpressdruck, der ein weiteres Austreten von Gefahrengut verhindert.

Der Sicherheitsbeauftragte der ÖBB gab im Anschluss noch sein Wissen weiter und klärte die Kameraden der FF Summerau über mögliche Gefahren während dem Einsatz und die korrekte Vorgehensweise auf. Für uns als Einsatzkräfte ist im Grunde genommen immer der erste Ansprechpartner der ÖBB-Einsatzleiter, welcher auch die Freischaltung und Erdung der Oberleitung, die Verständigung der Einsatzorganisationen (z.B. Betriebs- und Schaltzustand oder Gefahrgut) und die Freigabe des Einsatzbereiches bzw. die Zustimmung zum Einsatz erteilt.

Wir bedanken uns für die Unterstützung der ÖBB-Sicherheitsabteilung!